Jan
28
2008
1

Australia Day

Vergangenen Samstag war Australia Day, DER Nationalfeiertag in Australien. Am 26. Januar 1788 (also erst vor 220 Jahren) landete die “First Fleet” im Hafen von Sydney und die ersten Siedler gründeten Sydney. Dies alles geschah nachdem Captain Cook 28 Jahre zuvor das erste Mal seinen Fuß auf australischen Boden gesetzt hatte.

Mir wurde schon bald nach meiner Ankunft von Paul klar gemacht wie toll der Australia Day sei und dass man da auf jeden Fall ein Barbecue haben muss. Meine Erwartungen waren also groß – doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt ;-)

Vor zwei Wochen hatte ich noch die Qual der Wahl: Zum einen war ich auf einer Australia Day Party eines Mädels eingeladen, die Robert und ich an Silvester kennen gelernt hatten (Candace ist ihr Name), zum anderen hatte Paul das Stattfinden seines legendäres Barbecue angekündigt, das er laut Erzählungen der anderen im Porsche Zentrum schon seit mehreren Jahren immer wieder verspricht. Gute Aussichten also für mich. Da ich dieses Grillfest, was wohl schon den Status einer Sonnenfinsternis angenommen hatte, auf keinen Fall verpassen wollte, sagte ich Candace ab. Und damit nahmen die Dinge ihren Lauf… Mitte der Woche meinte Paul auf einmal der Wetterbericht für Samstag kündigte heftigen Regen an (ok, in Sydney nicht ganz unwahrscheinlich nach meinen Erfahrungen ;-) und sagte seinerseits das Barbecue ab (jetzt weiß ich also warum dieses Barbecue so eine Legende ist…). Also versuchte ich wieder Candace zu erreichen um zu fragen ob ich noch eingeladen bin. Die meldete sich aber bis Freitagabend nicht, woraufhin ich mich mit Paul und Lisa für den Samstag verabredete um etwas zusammen zu machen. Alles sehr verzwickt wie ihr seht.

Am Samstagmorgen meldete sich dann Candace und sagte, dass ich natürlich kommen könne. Da ich aber ja schon mit Paul verabredet war und so langsam keine Lust mehr auf “Fähnchen im Wind” hatte, sagte ich ihr erneut ab – auch irgendwie blöd, naja. Gut, und dann endete alles damit, dass ich Paul den gesamten Samstag einfach nicht erreichen konnte. Weder am Handy, noch auf Festnetz, noch per SMS… irgendwann war mir dann alles zu blöd und ich hab beschlossen allein ins Kino in “I am legend” zu gehen. Da weiß man wenigstens was einen erwartet. Und als Entschädigung war der Film immerhin super.

Von Paul hab ich bis heute noch nix gehört, bin mal gespannt wie seine Ausrede ist wenn ich ihn morgen auf der Arbeit wieder sehe. Vor zwei Wochen ist das schonmal passiert, als wir uns für Samstag verabredeten. Aber da hat er mich wenigstens am Samstagabend angerufen und sich entschuldigt. Damals hatte er wohl im Pub ein paar Bier zu viel getrunken und ist erst um 18 Uhr aufgewacht…

Und wer sich jetzt wundert: Ja, ich hatte heute frei. Die Australier sind nämlich ein relaxtes Völkchen (allgemein bekannt denke ich) und so kommt es, dass wenn ein Feiertag auf ein Wochenende fällt, der Feiertag dann am Montag nachgeholt wird. Das ist doch mal was! Demenstprechend hab ich die letzten drei Tage sehr ruhig verbracht und lag viel am Pool, hab meinen Praktikumsbericht weitergeschrieben und hab die Zeit genutzt mich seelisch-moralisch auf meine Abreise vorzubereiten.

Heute in einer Woche bin ich nämlich schon nicht mehr sesshaft und irgendwo zwischen Sydney und Brisbane unterwegs. Im Moment versuche ich grade ein oder zwei Reisepartner zu finden, mit denen ich zumindest einen Teil der Strecke zurücklegen und Spritkosten teilen kann. Außerdem sollte es so auch etwas lustiger werden als allein.

Soweit die News von mir, neue Bilder gibts leider keine (wie ein Kino von innen aussieht wisst ihr ja ;-)

Viele liebe Grüße in die Heimat,

Euer Michi

Written by in: Australien |
Jan
24
2008
0

Short Poem about our Australian summer

Extremely touching and thought provoking!!

I found this beautiful Aussie Summer poem and thought it might be a comfort to you. It was to me and it’s very well written; I hope you enjoy it because it’s the best piece of English literature I’ve seen in quite a while….

‘An Aussie Summer ‘
a poem by Abigail Elizabeth McIntyre

Fuck, It’s HOT !

 

 

Written by in: Australien |
Jan
20
2008
2

Ausflug nach Bathurst

20080120_Bathurst_64.jpg

Heute habe ich einen lang gehegten Plan in die Tat umgesetzt: Ich habe einen Ausflug nach Bathurst gemacht. Warum Bathurst? In Bathurst gibt es einen Berg. Den Mount Panorama. Und auf diesem Berg verläuft teilweise die in meinen Augen spektakulärste Rennstrecke in Australien. Was die ganze Sache noch besser macht: Die Rennstrecke ist nur zwei Mal im Jahr Rennstrecke (unter anderem für das legendäre Bathurst 1000km Rennen mit den V8 Supercars), den Rest des Jahres ist sie eine öffentliche Straße :-) Und übrigens: 1993 gewann ein Holden Commodore VP (genau wie meiner) das 1000km Rennen in Bathurst – da führte also kein Weg dran vorbei.

20080120_Bathurst_10.jpg

Bathurst liegt etwa 200km westlich von Sydney, auf dem Weg dorthin muss man in einer etwa 3-stündigen Fahrt die Blue Mountains durchqueren. Ein schöner Tagestrip also und gleichzeitig auch der erste Härtetest für meinen geliebten Commodore. Wird er es schaffen? Heute morgen bei Abfahrt hatte ich ja schon ein wenig Bammel irgendwo liegen zu bleiben, aber eigentlich gab es keinen Grund dazu. Bisher hat er noch keine größeren Probleme gemacht. Mit dem Wetter hatte ich heute Glück, die letzten zwei Tage hat es in Sydney wirklich durchgeregnet. Heute morgen war jedoch überraschenderweise Sonne zu sehen! Also hab ich mir schnell zwei Sandwiches gerichtet und bin um 10 Uhr aufgebrochen. Mit meiner einzigen Kassette (die ich von Nathi bekommen habe, danke!!) als Hauptmusikquelle begab ich mich auf den Great Western Highway direkt Richtung Blue Mountains. Der Commodore machte keine Probleme, die Temperaturanzeige blieb immer schön im grünen Bereich und die Klimaanlage funktionierte auch super *g* Unterwegs schoß ich viele Fotos aus dem Auto heraus, da ich nicht andauernd anhalten wollte – ich hatte ja schließlich noch einiges an Weg vor mir.

20080120_Bathurst_15.jpg

In Bathurst angekommen konnte man schon von weitem den Berg mit der Aufschrift “Mount Panorama” sehen. Ich wusste also gleich in welche Richtung ich fahren musste – und dann war ich da! Auf der Strecke herrscht ein Speedlimit von 60km/h (normal für innerorts in Australien) und das Coole ist, dass die Rennstrecke echt wie ne Rennstrecke aussieht. D.h. es gibt z.B. keinen Fahrbahnmarkierungen in der Mitte, dennoch kann die Straße in zwei Richtungen befahren werden. In den Kurven musste ich mich beherrschen nicht die Ideallinie zu nehmen und damit den Gegenverkehr zu irritieren.

20080120_Bathurst_47.jpg

Am höchsten Punkt der Strecke angekommen, musste ich dann leider feststellen, dass heute auf einem Teil der Strecke ein Bergrennen ausgetragen wurde. Deswegen konnte man den bergab-Teil der Strecke nicht befahren. Schade, denn der gehört zu den spektakulärsten. Naja, als ich oben wendete, nutze ich die Gelegenheit noch ein paar Fotos von meinem Auto zu schießen und das Panorama zu bewundern. Wenn man da oben steht, weiß man woher der Berg seinen Namen hat!

20080120_Bathurst_25.jpg

In entgegengesetzter Richtung bin ich dann also wieder runtergefahren und hab noch ein paar Fotos auf der Start-Ziel-Geraden und in der Boxengasse gemacht. Ja, auch die Start-Ziel-Gerade ist eine ganz normale, öffentliche Straße! Im Anschluß schaute ich mir noch ein paar Minuten die Action beim Bergrennen an, musste aber bald schon wieder aufbrechen, da ich nicht zu spät heimkommen wollte um euch diesen Bericht hier noch zu verfassen.

Auch die Heimfahrt meisterte der VP mit stoischer Gelassenheit und ich deklariere mein Auto hiermit als reisetauglich. Kommende Woche bekommt er noch den letzten Feinschliff (Spureinstellung, Ölwechsel, Keilriemenwechsel, neues Gaspedal) – dann steht er da wie neu.

20080120_Bathurst_70.jpg

Das letzte Foto im neuen Album zeigt mich mit meinem neuen Halsschmuck: Einem Haifischzahn. Gestern hab ich den gesamten Nachmittag damit zugebracht Paul zu helfen seinen Rechner an seinen HD-Fernseher anzuschließen. Als Dank dafür hat er mir den Haifischzahn aus Fidji geschenkt (seine Eltern kommen aus Fidji). Mal schauen wie oft ich ihn trage – eigentlich bin ich ja kein Schmuck-Fan. Aber so ein original Haifischzahn aus Fidji ist schon was ganz Besonderes ;-) …ich hab nur Angst dass ich mich selbst damit verletze wenn ich mal auf die Fresse fliege *g*

Das waren meine News vom Wochenende. Jetzt steht dann gleich wieder meine sonntägliche Skype-Session auf dem Programm und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum.

Viele Grüße an alle, die noch ein wenig Wochenende vor sich haben,

Euer Michi

Written by in: Australien |
Jan
12
2008
5

*GÄHN*

Hallo all ihr treuen Leser,

ich muss an dieser Stelle einmal kurz um Entschuldigung bitten, falls manche von euch den Eindruck haben ich berichte nicht mehr ausreichend. Mir sind da so Stimmen zu Ohren gekommen ;-)

Seit etwas über einer Woche schlage ich mich hier mit quälend langsamem Internet herum. Der liebe Kristin hat nämlich wohl ein bißchen viel Zeugs runtergeladen und so haben wir unser Downloadvolumen für diesen Abrechnungsmonat schon überschritten. Zum Glück kostet uns das nichts extra, dafür wird die Geschwindigkeit von etwa 10 MBit/s auf 64 kBit/s gedrosselt, was ISDN Speed entspricht. Früher kam einem ISDN ja noch super schnell vor, aber in den heutigen Zeiten von YouTube, hochauflösenden Fotos und etwa 400 SPAM Mails pro Tag ist es einfach nur ein Schmerz im Arsch (entschuldigt meine Ausdrucksweise). Allein zum Mails Abrufen brauch ich etwa 10 Minuten, in der Zeit ist aber auch nix mit nebenher surfen. Skype geht zum Glück noch, aber auch da ist nebenher mal schnell was googeln ausgeschlossen.

Aus diesem Grund war ich in letzter Zeit seltener online und hab irgendwie auch nicht soviel Lust verspürt Bilder hochzuladen und Berichte zu verfassen. An sich ist es aber keine schlechte Sache, da ich mehr Zeit draußen in der Sonne verbringe statt vor dem Comtuer zu sitzen. Und wenn ich will kann ich ja immerhin noch Kontakt halten. Im Moment kämpft mein Outlook mit einer 7 Megabyte Mail…

Mein Auto läuft inzwischen wie ne 1! Das Spritleck hat sich zum Glück nur als undichte Schraube an einem Flansch am Tank herausgestellt, was mit einer neuen Unterlegscheibe schnell behoben war. Der undichte Schlauch der Getriebekühlung ist auch ersetzt und jetzt tropft nix mehr. Bei meinen diversen kleinen Ausfahrten habe ich festgestellt, dass die Reifen wohl auch nochmal ausgewuchtet werden sollten. Da ich aber sowieso zwei neue Vorderreifen aufziehen werde, wird das in einem Rutsch gemacht. Eigentlich wollte ich das heute zusammen mit Paul im Porschzentrum machen, aber ich kann ihn schon den ganzen Tag nicht erreichen. Sieht also schlecht aus, da er über Kontakte zwei günstige Reifen bestellt hat und ich nicht weiß ob die schon da sind.

Ursprünglich hatte ich geplant morgen einen etwas längeren Trip zur Rennstrecke in Bathurst zu machen (etwa 250km einfache Strecke), aber mit den üblen Vibrationen durch die unausgewuchteten Reifen werde ich den Trip dann wohl auf nächstes Wochenende verschieben.

Da diese Woche sonst nix Spannendes passiert ist, bleibt mir nun Zeit euch von etwas zu erzählen, was mir schon lange auf dem Herzen liegt: Mein Spitzname in Australien :-) In der Werkstatt fanden sie, dass Michael nicht deutsch genug klingt und ich außerdem unbedingt einen Spitznamen brauche. Irgendeiner von den Mechanikern kam dann mit der Idee “Klaus” um die Ecke, und so heiße ich im Porschezentrum schon seit der ersten Woche nur noch Klaus. Lustig ist, wie man sich daran gewöhnt, denn besonders wenn mich Paul ab und zu “Michael” ruft, weil er höflich sein will, dann reagiere ich unbewußt gar nicht mehr. Schon irgendwie komisch, denn alle Leute die ich außerhalb kennengelernt habe (und auch Kristin) nennen mich Michael und da reagiere ich sehr wohl drauf.

Soweit die News aus Down Under. So langsam geht es bei mir ja auch dem Ende zu. Ich bin nur noch drei Wochen im Porschezentrum und danach reise ich für 4 Wochen durch Australien. Zur Zeit fühle ich mich unheimlich wohl in Australien, besonders jetzt, wo ich die Sorge mit dem Autokauf abgehakt habe. Inzwischen kann ich mich gar nicht mehr so ganz mit dem Gedanken anfreunden, schon bald wieder heimzufliegen. Natürlich freue ich mich auf Zuhause und darauf euch alle wieder zu sehen, aber Australien ist auch sehr schön :-)

Viele sonnige Grüße in die Heimat,

Euer Michi

Written by in: Australien |
Jan
07
2008
4

Autokauf!

Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines 1993er Holden Commodore VP! Das sind mal gute News, nicht wahr? :-)

20080107_Auto_02.jpg

Gekauft habe ich ihn bei einem Hinterhofhändler hier in Sydney für 1500 Dollar. Zuvor hatte ich an dem Tag schon ein paar andere Autos zusammen mit Paul angeschaut, alle waren aber nicht besonders erfolgsversprechend. Wenn man auf ein Budget von 1000 – 2000 Dollar begrenzt ist, dann kann man eigentlich kein Auto finden, das keine Mängel hat, sondern muss nur versuchen das mit den wenigsten Problemen zu erstehen ;-)

Naja, der Commodore stand beim Händler eigentlich ganz gut da, war für 1850 Dollar ausgeschrieben, hatte aber leider keine Rego mehr drauf (man muss sein Auto hier jährlich neu registrieren, was so in etwa halt unserer KFZ Steuer + Haftpflicht entspricht). Wir konnten ihn dann auf 1500 Dollar runterhandeln und haben das Auto dann gleich mitgenommen und in meine Parkgarage überführt. In der Parkgarage haben wir dann entdeckt, dass leider der Tank undicht ist bzw. es hoffentlich nur eine Durchführung eines Kabels ist, die neu abgedichtet werden muss. Vorne tropft es auch etwas von den Kühlschläuchen der Automatik, und zwei neue Vorderreifen braucht er auch noch. Alles zusammen sind das aber keine großen Arbeiten und wenn sich nichts Unvorhergesehenes ergibt, dann hab ich ein super Roadtripauto erstanden, denn hier kommen jetzt die Fakten:

  • Holden Commodore VP, Sondermodell Vacationer
  • Baujahr 1993
  • 270 000 km (normal für Autos dieser Preiklasse)
  • 3,8 Liter V6 Motor mit sagenhaften 170 PS
  • Automatik zum gemütlichen Cruisen
  • Klimaanlage, die funktioniert!!
  • Tempomat ( Gold wert!)
  • elektrische Fensterheber vorne
  • Zentralverriegelung

Heute hab ich mich dann natürlich gleich drum gekümmert neue Rego auf das Auto zu machen, das heißt ich musste ne Haftpflichtversicherung für 1 Jahr kaufen und dann noch zur Behörde fahren, die Rego an sich bezahlen und das Auto auf mich umschreiben. Alles zusammen hat mich das jetzt zwar nochmal etwa 900 Dollar gekostet, damit ist aber auch der Wiederverkaufswert deutlich gestiegen. Ich werde das Auto ja in zwei Monaten wieder verkaufen und dann hoffentlich nicht allzuviel Verlust machen.

Auch wenn ich im Moment immer nen Auffangbehälter unters Auto stellen muss (über 24h verliert er etwa 6 Liter Sprit), bin ich dennoch glücklich und stolz auf meinen Neuerwerb. Und das mit dem Benzintank sollte ich zusammen mit Paul in den nächsten Tagen auch beheben können. Hab heute Abend auch gleich mal 2 Stunden damit verbracht das Auto innen und außen gründlich zu putzen, damit es sich ab sofort auch wie MEIN Auto anfühlt. Jetzt kanns losgehen!!

Das war in Kürze die wichtigste Neuigkeit, da ich heute Abend wie gesagt das Auto geputzt hab und auch noch gleich mit eigenem Auto einkaufen war, ist es leider schon zu spät für nen langen Bericht.

Viele liebe Grüße in die Heimat,

Euer Michi

PS: Mehr Bilder vom Auto werden auch noch folgen.

Written by in: Australien |
Jan
01
2008
3

Happy new year!

Diese drei Bilder sind nicht von mir.

Silvester in Sydney – neben dem Times Square in New York und der socool-Party in Baden-Baden gibt es wohl kaum einen berühmteren Ort für den Jahreswechsel. Und bei zweien war ich jetzt schon live dabei!

20071231_Silvester2007_03.jpg

Ursprünglich hatten wir geplant den Abend auf einer WG Party in der City zu starten. Robert hatte übers StudiVZ einen Kitesurfer aus Melbourne (Sven heißt er) kennengelernt. Sven wollte Silvester auch in Sydney verbringen und war über einen Freund auf eben dieser Party eingeladen. Da er aber noch eine Übernachtungsmöglichkeit suchte (seeehr rar in Sydney über Neujahr), lautete der Deal: Er kann bei mir übernachten, dafür klärt er ab, dass wir mit auf die Party dürfen. Soweit so gut, es war alles abgeklärt und wir freuten uns auf die Party. Am Tag als Sven ankommen sollte, hörten wir allerdings nichts von ihm und bekamen gestern morgen dann ne SMS, dass er doch im Hostel schläft. Gut, damit hatten wir kein Problem. Er teilte uns noch die Adresse mit wo die Party stattfinden sollte (mitten in der City, Kings Cross) und sagte uns, dass man sogar den Hafen sehen kann. Einwandfrei, dachten wir.

Dann, halbe Stunde bevor wir losgehen wollten, rief er uns an und sagte, dass die Party doch nur ein kleines Barbecue ist und die Gastgeberin nicht wolle, dass er noch mehr Leute mitbringt. Tja, da konnten wir nichts machen und mussten also um halb Acht abends unsere Pläne noch einmal ändern. Wir haben dann erstmal noch ein paar Bier getrunken (hilft immer) und entschieden uns dann zu einem Aussichtspunkt am Nordufer des Hafens zu fahren. Das Problem in Sydney ist nämlich, dass einfach viel zu viele Menschen Silvester hier feiern. Viele sichern sich schon am Vormittag gute Plätze z.B. im Botanischen Garten und harren dann über 12 Stunden aus!

20080101_Silvester2007_05.jpg

Unser Ziel war Cremorne Point, von wo aus wir hofften die Harbour Bridge und die Oper sehen zu können. Von der am nächsten gelegenen Bahnstation waren es aber 4 km Fußmarsch dorthin. Nach einmal Verlaufen kamen wir ziemlich verschwitzt um kurz vor 12 dort an, und es war wie erwartet auch ziemlich voll. Eigentlich alle guten Steh- und Sitzplätze waren schon restlos überfüllt, und so sahen wir uns gezwungen vor der gesamten Menschenmenge etwas abenteuerlich und waghalsig auf den Felsen rumzuklettern um einen guten Blick zu erhaschen. Um Punkt Zwölf hatten wir dann zum Glück gute Plätze erklettert und konnten das Feuerwerk genießen.

Ich wollte sie euch aber zeigen um ein paar gute Fotos vom Feuerwerk zu haben.

Das Feuerwerk ging etwa 12 Minuten und war wirklich imposant. Es wurden an vielen verschiedenen Stellen über den Hafen verteilt Feuerwerk gezündet, teilweise sogar von den Hochäusern in der City, was besonders cool war. Mittelpunkt war natürlich die Harbour Bridge, auf der am Ende auch das überwältigende Finale gezündet wurde. Insgesamt muss ich aber sagen, dass das Vorgeplänkel vor dem Finale zwar schon ein großes und schönes Feuerwerk war, irgendwie hat aber was Besonderes gefehlt. Vielleicht waren aber auch die Erwartungen nur zu hoch ;-) Das Finale war dann aber wie gesagt gigantisch – und wie alles Schöne viel zu schnell vorbei. Hier habe ich noch ein Video von Roberts Kamera mit dem Ende des Feuerwerks: Sydney 2007 Feuerwerk Finale

20080101_Silvester2007_20.jpg

Danach sind wir mit den Massen langsam wieder zur Bahnstation gepilgert, von wo aus wir Richtung Kings Cross gefahren sind um noch ein bißchen feiern zu gehen. Wir hatten Glück und sind auch in einen Club reibgekommen, den wir schon von vorgestern kannten. Da wir damals kurz mit dem Mädel an der Kasse geredet hatten (sie konnte deutsch), sie diesmal wieder da war und uns scheinbar mochte, wurden wir unauffällig umsonst reingelassen. Drinnen haben wir dann bis halb Sieben noch kräftig gefeiert und Spaß gehabt. Es war am Ende etwas schwer Robert zum Heimgehen zu überreden, da er kein Geld mehr hatte und seine Bankkarte aus irgendwelchen Gründen nicht funktionierte, er aber unbedingt noch zwei Stücke Pizza und ein Bier haben wollte bevor wir heimfahren.

20071231_Silvester2007_00.jpg

Aber auch das haben wir geschafft und werden wohl den heutigen Tag wie den gestrigen vebringen: Mit Ausruhen in der Wohnung und am Pool :-)

Ich wünsche euch allen ein frohes Neues Jahr und hoffe euch hat Silvester genauso viel Spaß gemacht wie uns.

Liebe Grüße in die Heimat,

Euer Michi

Written by in: Australien |

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker. Kuendigung, Nebeneinkommen